Hawaii wirkt im Reiseprospekt wie das reine Paradies. Für viele Tiere sieht der Alltag jedoch ganz anders aus.
Im ländlichen Hawaii ist die Jagd auf verwilderte Schweine kulturell verankert. Dabei werden Hunde gezielt gezüchtet und eingesetzt. Viele von ihnen leben dauerhaft in kleinen Zwingern oder an kurzen Ketten, ohne ausreichend Bewegung oder Sozialkontakt. Werden sie verletzt, verlaufen sich im Wald oder sind für die Jagd nicht mehr brauchbar, werden manche ausgesetzt. Auch illegale Hundekämpfe und Hahnenkämpfe kommen trotz Verboten weiterhin vor.
In Tierheimen, etwa bei der Maui Humane Society, kommen regelmäßig Hunde an, viele davon traumatisiert, verängstigt und kaum sozialisiert. Besonders tragisch ist das Schicksal von Hunden, die lange Zeit isoliert in Zwingern leben. Der psychische Druck kann so groß werden, dass manche aus Angst oder Überforderung beißen. Nach einem solchen Vorfall gelten sie oft als nicht mehr vermittelbar und werden eingeschläfert.
Auch die Situation freilebender Katzen ist problematisch. Sie vermehren sich unkontrolliert, und Kastrationsprogramme reichen vielerorts nicht aus. Zusätzlich sind sie Gewalt ausgesetzt: Katzen werden vergiftet, erschossen, unerlaubt eingefangen und an anderen Orten wieder ausgesetzt.
Alle Tierheime sind völlig überfüllt und können kaum noch weitere Tiere aufnehmen. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer leisten Enormes und sind angesichts der vielen Notfälle und des Leids häufig am Ende ihrer Kräfte.
Es braucht dringend mehr Schutz für Tiere, strengere Regeln gegen unkontrollierte Zucht und mehr Unterstützung für Tierschutzorganisationen.
Wer mithelfen möchte, kann hier die Petition gegen Backyard Breeding unterschreiben:
Copyright ©️ Fotos: Maui Humane Society