 |
|
Happy End auf den zweiten Blick
|
|
Pippi, das blonde Gibbonmädchen,
wurde zweijährig auf
Grund des Einfuhrverbotes vom
Zoll beschlagnahmt.
Allerliebst, aber total verschreckt,
wurde es Frau Lucie Loubé, der
damaligen Präsidentin des Wiener
Tierschutzvereines, bis zur Klärung
der Situation übergeben. Um dem
armen, ängstlichen Gesch$öuml;pf einen
weiteren Stress durch den Trubel im
Tierschutzhaus zu ersparen, übergab
Frau Loubé das Gibbonmädchen der
Tierärztin Frau Dr. Kleinmond, die
als großartige Tierschützerin
bekannt ist, in Pflege. Der kleine
Gibbon klammerte sich voll
Vertrauen an seine "Ziehmama".
Nach einigen Monaten wurde die
Beschlagnahme aufgehoben und ein
ungewisses, aber bestimmt hartes
Schicksal stand Pippi bevor. Nach
einem harten Kampf um Pippis weiteren
Verbleib konnte Frau Loubé
das Gibbonmädchen an Frau Dr.
Kleinmond endgültig zur weiteren
Pflege übergeben.
Fünf Monate später kam zu Pippi
der Blonden noch Zampi der
Dunkle. Dieser Gibbon wurde von
Frau Loubé aus nicht artgerechter
Haltung freigekauft und in ihrem
Klosterneuburger Tierheim untergebracht.
So stand einer Zusammenführung
dieses Pärchens
nichts mehr im Weg. Anfangs konnte
das Mädchen den neu dazu
gekommen Burschen nicht leiden.
Sogar ihre heiß geliebte "Ziehmama"
wurde von ihr gebissen.
Es hat fast ein Jahr gedauert, bis sich
die Beiden vertragen haben.
Inzwischen sind die Zwei ein Herz
und eine Seele und schmusen und
kuscheln auch ausgiebig mit ihrer
"Ersatzmama" Dr. Kleinmond, die
ihnen ein sehr großes, wunderschönes,
tiergerechtes Gehege gebaut hat.
Wie Menschen halten sich die Gibbons
auch Haustiere. Mittlerweile
sind es sieben Katzen (Findelkinder),
die das Pärchen aufgezogen hat,
großteils von Pippi persönlich, die
sie noch heute wie ihre Kinder behandelt.
Zampi hat sich anfangs
nicht so engagiert, in den letzten
Jahren merkt man aber, dass er es
mehr und mehr genießt, die Katzen
um sich zu haben. Sie dürfen sogar
bei den Gibbons Futter klauen,
soviel sie wollen, das dulden sie
untereinander keinesfalls, auch Dr.
Kleinmond darf beim Zampi nicht
an sein "geheiligtes" Futter gehen,
wenn er es einmal hat. Für Pippi ist
Dr. Kleinmond noch immer die
"Mama" und die kann in die
Schüssel greifen, wann immer sie
will.
Jetzt sind sie eine glückliche
Familie!
Zampi wird halt schon ein bisserl alt
und so gesehen ist es sehr gut, dass
das neue Gehege geheizte Sitze hat,
die er sehr gerne benützt.
Pippi und Zampi leben ein schönes
Leben, es war "Liebe auf den zweiten
Blick". Anlässlich eines
Besuches konnten wir uns von diesem
zwar ungew$öuml;hnlichen, aber
wunderbaren "Happy End" überzeugen.
Auch das gibt es in unserer
30jährigen Tierschutzarbeit.
|
|
 |
|