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Das Tier und Wir - Dezember 2009
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Happy End auf den zweiten Blick
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Pippi, das blonde Gibbonmädchen, wurde zweijährig auf Grund des Einfuhrverbotes vom Zoll beschlagnahmt.

Allerliebst, aber total verschreckt, wurde es Frau Lucie Loubé, der damaligen Präsidentin des Wiener Tierschutzvereines, bis zur Klärung der Situation übergeben. Um dem armen, ängstlichen Gesch$öuml;pf einen weiteren Stress durch den Trubel im Tierschutzhaus zu ersparen, übergab Frau Loubé das Gibbonmädchen der Tierärztin Frau Dr. Kleinmond, die als großartige Tierschützerin bekannt ist, in Pflege. Der kleine Gibbon klammerte sich voll Vertrauen an seine "Ziehmama".

Nach einigen Monaten wurde die Beschlagnahme aufgehoben und ein ungewisses, aber bestimmt hartes Schicksal stand Pippi bevor. Nach einem harten Kampf um Pippis weiteren Verbleib konnte Frau Loubé das Gibbonmädchen an Frau Dr. Kleinmond endgültig zur weiteren Pflege übergeben.

Fünf Monate später kam zu Pippi der Blonden noch Zampi der Dunkle. Dieser Gibbon wurde von Frau Loubé aus nicht artgerechter Haltung freigekauft und in ihrem Klosterneuburger Tierheim untergebracht. So stand einer Zusammenführung dieses Pärchens nichts mehr im Weg. Anfangs konnte das Mädchen den neu dazu gekommen Burschen nicht leiden. Sogar ihre heiß geliebte "Ziehmama" wurde von ihr gebissen.

Es hat fast ein Jahr gedauert, bis sich die Beiden vertragen haben. Inzwischen sind die Zwei ein Herz und eine Seele und schmusen und kuscheln auch ausgiebig mit ihrer "Ersatzmama" Dr. Kleinmond, die ihnen ein sehr großes, wunderschönes, tiergerechtes Gehege gebaut hat.

Wie Menschen halten sich die Gibbons auch Haustiere. Mittlerweile sind es sieben Katzen (Findelkinder), die das Pärchen aufgezogen hat, großteils von Pippi persönlich, die sie noch heute wie ihre Kinder behandelt. Zampi hat sich anfangs nicht so engagiert, in den letzten Jahren merkt man aber, dass er es mehr und mehr genießt, die Katzen um sich zu haben. Sie dürfen sogar bei den Gibbons Futter klauen, soviel sie wollen, das dulden sie untereinander keinesfalls, auch Dr. Kleinmond darf beim Zampi nicht an sein "geheiligtes" Futter gehen, wenn er es einmal hat. Für Pippi ist Dr. Kleinmond noch immer die "Mama" und die kann in die Schüssel greifen, wann immer sie will.

Jetzt sind sie eine glückliche Familie!

Zampi wird halt schon ein bisserl alt und so gesehen ist es sehr gut, dass das neue Gehege geheizte Sitze hat, die er sehr gerne benützt.

Pippi und Zampi leben ein schönes Leben, es war "Liebe auf den zweiten Blick". Anlässlich eines Besuches konnten wir uns von diesem zwar ungew$öuml;hnlichen, aber wunderbaren "Happy End" überzeugen. Auch das gibt es in unserer 30jährigen Tierschutzarbeit.
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Tierschutzverein Klosterneuburg Wien-Umgebung - tippsuelle Themen: Kastrationstippsionen von Steunerkatzen und herrenlosen Hunden. Intensivtierhaltung, Pelze, Versuchstiere, Exoten-Schmuggel und Haltung, Jagd- und Fischereigesetze, Haustierhaltung etc.
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