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Das Tier und Wir - Juni 2009
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"Stillstand" und "Stillschweigen"
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Liebe Mitglieder, Spender, Tierfreunde!
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In einer unserer Vereinszeitschriften habe ich die Meinung vertreten, dass sich der Tierschutz talabwärts bewegt. Das Echo vieler Tierfreunde hat mir leider Recht gegeben.

Vieles hätten wir nach großen Bemühungen und oft jahrelangen Kämpfen erreicht, jedoch wurde einiges davon mittlerweile wieder verwässert, auf einen späteren Zeitpunkt verlegt oder es ist still und leise verschwunden, in Vergessenheit geraten. STILLSTAND - STILLSCHWEIGEN.

Mag sein, dass mir manches übertrieben geschildert wurde ? fast möchte ich das glauben, so unglaublich klingt vieles. Mag sein, dass es auf Missverständnissen beruht. Aber eines weiß ich ganz genau, dass die Qualen und das unbeschreibliche Elend der Tiere keine Übertreibung und bestimmt keine Missverständnisse sind!

Wir hätten zwar ein gültiges Tiertransportgesetz, das beste in Europa, es wurde vom damaligen Verkehrsminister und späteren Bundeskanzler Mag. Viktor Klima erarbeitet, ich durfte von der ersten Stunde daran mitarbeiten ? nur leider wird nicht danach gehandelt.

Dieses Gesetz hätte den Tieren auf den katastrophalen Transporten wesentliche Erleichterungen gebracht und das tägliche Inferno auf den Straßen wäre weitgehend ausgeblieben.

Dies wäre nicht nur ein Segen für die Tiere, sondern auch für das Klima, die Natur und die Gesundheit der Menschen und wir wären damit wieder ein Stück näher der Menschlichkeit.

Nach jahrelangem Bemühen um ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz und einem erfolgreichen Volksbegehren, wurde nach weiterem Ringen endlich dieses Gesetz beschlossen, wohl nicht der Weisheit letzter Schluss, jedoch ausbaufähig.

Doch diese Hoffnung erscheint auch wieder hoffnungslos.

Wohl gilt dieses Gesetz für alle Bundesländer gleich, wird jedoch in jedem Bundesland unterschiedlich gehandhabt und somit hat dieses Gesetz wiederum 9 Grenzen.

Besonders bemerkbar machen sich diese unterschiedlichen Regelungen jeweils in den Tierheimen, die auf Grund von Leistungsverträgen mit der öffentlichen Hand zwar privat bleiben, jedoch von den Vertragspartnern Auflagen erhalten, die manche dieser Tierheime zu einfachen Tierübernahmestellen und Befehlsempfängern degradieren; dies wirkt sich oftmals hemmend auf den Tierschutz aus. Ethik und Ideologie treten in den Hintergrund und Ignoranz und Gleichgültigkeit in den Vordergrund.

Es macht mich traurig, dass der Tierschutz generell zu versanden droht und ich habe daher nach reiflicher Überlegung den Entschluss gefasst, meine Ehrenpräsidentschaft im Wiener Tierschutzverein zurückzulegen, bleibe jedoch Vereinsmitglied.

Tiere sind aus unserem Leben nicht wegzudenken; sie werden geliebt und sie werden missbraucht.

In unzähligen Haushalten leben Tiere zur Freude ihrer Besitzer und als wertvolle Spielkameraden der Kinder, nicht zu vergessen, die Wichtigkeit der Gebrauchshunde im Dienste der Menschen, sowie die verschiedensten Tierarten zur Therapie behinderter Menschen.

Die Tiere sind aber auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Es gibt kaum einen Industriezweig, der nicht auf irgendeine Art an der Vermarktung von Tieren basiert. Es ist daher unverständlich, dass in der gesamten politischen Szene das Wort "TIER" ein Fremdwort ist.

Kein Politiker erwähnt auch nur mit einem Wort das Leid, welches den Tieren durch deren hemmungslose Vermarktung zugefügt wird ? es würde in der Hand der Politiker liegen, die Leiden der Tiere mit geeigneter Maßnahmen in humanere Bahnen zu lenken.

Es ist offenkundig, dass die österreichische Bevölkerung mit der Politik generell unzufrieden ist. Mehr als die Hälfte der Bürger hat den Weg zur Wahlurne nicht angetreten und viele, die zur Wahl gegangen sind, haben als Protestwähler das politische Gefüge verändert.

Sicherlich waren auch viele Tierfreunde darunter und es ist daher kein Wunder, dass sich junge idealistische Menschen zusammengefunden haben, um mittels der TIERRECHTSPARTEI (siehe Seite 2) den Tieren eine Stimme zu geben.

Dies wäre vielleicht für viele Tierfreunde eine Möglichkeit, doch wieder an einer Wahl teilzunehmen.

Eine Alternative? Ich weiß es nicht ? aber einen Versuch wäre es wert.

Getreu unserem Motto: .

"Sehet, ich lebe, ich lebe!"

Ihre Lucie Loubé
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Tierschutzverein Klosterneuburg Wien-Umgebung - tippsuelle Themen: Kastrationstippsionen von Steunerkatzen und herrenlosen Hunden. Intensivtierhaltung, Pelze, Versuchstiere, Exoten-Schmuggel und Haltung, Jagd- und Fischereigesetze, Haustierhaltung etc.
Stichworte: Tierschutzverein Klosterneuburg Wien-Umgebung, Tierschutzverein Klosterneuburg, Wien-Umgebung, Tierschutz, Tierschutzverein, Tierschutz in Österreich, Tierchutz in Wien, Loube, Intensivtierhaltung, Pelze, Versuchstiere, Exoten-Schmuggel, Exoten-Handel, Haustierhaltung, Fischereigesetze, Jagdgesetze, Kastrationstippsionen, Tiere, Tier entlaufen, Tier gesucht, Tierheim, Tierquäler, Tiervergabe, Tier entlaufen, Tier zugelaufen