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Qualzucht
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Nach dem österreichischen
Bundesgesetz über den Schutz der
Tiere ist es verboten, Züchtungen
vorzunehmen, bei denen es vorhersehbar
ist, dass sie für das Tier
oder dessen Nachkommen mit
Schmerzen, Leiden, Schäden oder
Angst verbunden sind.
Bei unseren Haustieren, insbesondere
bei bestimmten Zuchttierrassen,
kann es zu genetisch bedingten
Erkrankungen kommen. Bei sogenannten
brachycephalen Tieren
kommt es durch unproportionaler
Verkürzung des Gesichtsschädels zu
Faltenbildung der Haut, einer
Vergrößerung der Zunge, Verlängerung
des Gaumensegels und
folglich zu schwerer Atemnot und
Erstickungsanfällen. Betroffen davon
sind besonders bestimmte Hunderassen,
wie z.B. Mops, Malteser,
Pekinese, Boxer, sowie einzelne
Katzenrassen, wie Perser etc. Große
Hunderassen wiederum sind für
Knochenwachstumsstörungen wie
Ellbogen- und Hüftgelenksdysplasie
(ED und HD) anfällig.
Bei kleinen Hunderassen können
Wachstumsstörungen in Form von
Patellaluxationen auftreten, die
mit Bewegungsstörungen und
Schmerzen verbunden sind.
Das Auftreten derartiger Krankheiten
wurde früher durch die Zucht
rein nach äußeren Merkmalen verstärkt.
Durch bessere Aufklärung der
Züchter und durch das oben angeführte
Gesetz wird heutzutage nicht
nur nach äußeren Merkmalen selektiert.
Um diese Qualzuchten möglichst
auszuschließen, wurden von
den anerkannten Zuchtverbänden in
Zusammenarbeit mit speziellen
Tierärzten eine Anzahl von Tests und
Untersuchungen entwickelt. Diese
sollen verhindern, dass weiterhin
Tiere mit schweren erbbedingten
Mängeln, welche sie in der
Lebensqualität stark einschränken,
ihre negativen Gene weitergeben
können.
Deshalb müssen Zuchttiere von
anerkannten Tierärzten auf ihre
Zuchttauglichkeit untersucht werden.
Elterntiere werden andrologisch
und gynäkologisch untersucht, ob
diese für die Zucht geeignet sind. Bei
Hunden werden beispielsweise röntgenologisch
ED und HD sowie
bestimmte Augenerkrankungen mittels
Augenuntersuchung ausgeschlossen.
Durch spezielle Gentests aus
Blutproben kann das Vorhandensein
bestimmter Gene festgestellt werden.
Diese Ansprüche werden aber derzeit
noch nicht von Züchtern im Ausland
umgesetzt. Auch "Hinterhofzüchter"
selektieren nicht nach derartigen
Programmen.
Deshalb ist es auch nicht sinnvoll,
ausländische Tiere von unbekannten
Züchtern oder aus dem
Kofferraum zu kaufen.
Tel.: 01/577 43 00, 01/577 49 00
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