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Das Tier und Wir - Juni 2010
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Gedanken zum Welttierschutztag | Nicht wegschauen - handeln! | Alternative zur Legebatterie? | Sie haben das Paradies gefunden | Ausbeutung der Weltmeere | Ins Ausland geschaut | Verbesserungen in der Nutztierhaltung | Die Jagd... | Tierqual-Delikatesse | Haben Sie schon gewusst?
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Qualzucht
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Nach dem österreichischen Bundesgesetz über den Schutz der Tiere ist es verboten, Züchtungen vorzunehmen, bei denen es vorhersehbar ist, dass sie für das Tier oder dessen Nachkommen mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder Angst verbunden sind.

Bei unseren Haustieren, insbesondere bei bestimmten Zuchttierrassen, kann es zu genetisch bedingten Erkrankungen kommen. Bei sogenannten brachycephalen Tieren kommt es durch unproportionaler Verkürzung des Gesichtsschädels zu Faltenbildung der Haut, einer Vergrößerung der Zunge, Verlängerung des Gaumensegels und folglich zu schwerer Atemnot und Erstickungsanfällen. Betroffen davon sind besonders bestimmte Hunderassen, wie z.B. Mops, Malteser, Pekinese, Boxer, sowie einzelne Katzenrassen, wie Perser etc. Große Hunderassen wiederum sind für Knochenwachstumsstörungen wie Ellbogen- und Hüftgelenksdysplasie (ED und HD) anfällig.

Bei kleinen Hunderassen können Wachstumsstörungen in Form von Patellaluxationen auftreten, die mit Bewegungsstörungen und Schmerzen verbunden sind. Das Auftreten derartiger Krankheiten wurde früher durch die Zucht rein nach äußeren Merkmalen verstärkt. Durch bessere Aufklärung der Züchter und durch das oben angeführte Gesetz wird heutzutage nicht nur nach äußeren Merkmalen selektiert. Um diese Qualzuchten möglichst auszuschließen, wurden von den anerkannten Zuchtverbänden in Zusammenarbeit mit speziellen Tierärzten eine Anzahl von Tests und Untersuchungen entwickelt. Diese sollen verhindern, dass weiterhin Tiere mit schweren erbbedingten Mängeln, welche sie in der Lebensqualität stark einschränken, ihre negativen Gene weitergeben können.

Deshalb müssen Zuchttiere von anerkannten Tierärzten auf ihre Zuchttauglichkeit untersucht werden. Elterntiere werden andrologisch und gynäkologisch untersucht, ob diese für die Zucht geeignet sind. Bei Hunden werden beispielsweise röntgenologisch ED und HD sowie bestimmte Augenerkrankungen mittels Augenuntersuchung ausgeschlossen.

Durch spezielle Gentests aus Blutproben kann das Vorhandensein bestimmter Gene festgestellt werden. Diese Ansprüche werden aber derzeit noch nicht von Züchtern im Ausland umgesetzt. Auch "Hinterhofzüchter" selektieren nicht nach derartigen Programmen.

Deshalb ist es auch nicht sinnvoll, ausländische Tiere von unbekannten Züchtern oder aus dem Kofferraum zu kaufen.

Tel.: 01/577 43 00, 01/577 49 00
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Tierschutzverein Klosterneuburg Wien-Umgebung - tippsuelle Themen: Kastrationstippsionen von Steunerkatzen und herrenlosen Hunden. Intensivtierhaltung, Pelze, Versuchstiere, Exoten-Schmuggel und Haltung, Jagd- und Fischereigesetze, Haustierhaltung etc.
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